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Beziehungen zu Deutschland

20.11.2017 - Artikel

Stand: Oktober 2018

Die politischen Beziehungen sind traditionell gut. In Fragen der internationalen Politik, vor allem auch innerhalb der Vereinten Nationen, besteht ein hohes Maß an Übereinstimmung. Deutschland unterstützt die regionale Integration im Rahmen der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM), deren wirtschaftsstärkstes Mitglied Trinidad und Tobago ist.

Der gute Eindruck, den Deutschland als Gastgeber der Fußball-WM 2006 hinterließ, an der auch Trinidad und Tobago teilgenommen hat, wirkt bis heute nach. 2016 und 2017 zeigte Trinidad und Tobago Präsenz bei der Grünen Woche in Berlin. Im März 2015 besuchte der damalige Außenminister Dookeran mit seinen CARICOM-Amtskollegen Berlin und Hamburg.

Im Wirtschaftsbereich steht das langjährige Engagement deutscher Firmen im Vordergrund, die sich mit umfangreichen Investitionen (bisheriges Gesamtvolumen über 4 Mrd. EUR) insbesondere im Großanlagenbau der Petrochemie betätigen. 2010 trat ein bilateraler Investitionsförderungs- und Schutzvertrag (IFV) in Kraft, der die Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen weiter verbessert. Seit Januar 2014 wird über ein neues Doppelbesteuerungsabkommen verhandelt.

Weitere Kooperations- und Handelsabkommen bestehen im Rahmen der Vereinbarungen zwischen der Europäischen Union und den so genannten AKP (Afrika, Karibik, Pazifik)-Staaten und zwischen der EU und CARIFORUM (CARICOM-Mitgliedstaaten plus Dominikanische Republik). Mit Aufmerksamkeit wird in Trinidad und Tobago wie in der gesamten Region die weitere Entwicklung der Handelsbeziehungen zur EU vor dem Hintergrund des Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (Economic Partnership Agreement, EPA) beobachtet.

In der Entwicklungszusammenarbeit ist Trinidad und Tobago mit der Bundesrepublik Deutschland mittelbar über Vereinbarungen zwischen Deutschland und der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) verbunden, in deren Rahmen vor allem im Bereich der Förderung erneuerbarer Energien sowie Anpassung an den Klimawandel zusammengearbeitet wird. Seit 2011 gilt Trinidad und Tobago nicht mehr als Entwicklungsland, als Konsequenz wurde die bilaterale öffentliche Entwicklungshilfe eingestellt.

Hochschulpartnerschaften der University of the West Indies (UWI) unter anderen mit Flensburg, Dresden, Wolfenbüttel und Kiel entwickeln sich weiter; seit September 2013 gibt es in einen Masterstudiengang für erneuerbare Energien in Trinidad, der von Flensburger Dozenten unterstützt wird. 

Tobago ist ein beliebtes Reiseziel für deutsche Touristen, die nach den Briten und Kanadiern an dritter Stelle stehen. Es gibt Direktflüge nach Deutschland.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

Kokosnusspalmen am Strand, Trinidad and Tobago
Kokosnusspalmen am Strand, Trinidad and Tobago © picture alliance / blickwinkel
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