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Deutschland und Barbados: Bilaterale Beziehungen

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Die politischen Beziehungen sind freundschaftlich und frei von Problemen. In multilateralen Foren wie den Vereinten Nationen und bei den Weltklimaverhandlungen ist Barbados ein verlässlicher und enger Partner Deutschlands. Bei den vorgezogenen Wahlen am 19. Januar 2022 gewann die regierende Barbados Labour Party unter der Führung von Premierministerin Mia Amor Mottley erneut alle 30 Sitze im Parlament.

Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu Barbados sind wenig ausgeprägt. Nennenswerte Einnahmen ergeben sich für das Land durch den Besuch deutscher Urlaubsreisender, deren Zahl zuletzt vor der Pandemie auf fast 10.000 jährlich gestiegen war. Mittlerweile bestehen wiederdirekte Flugverbindungen.

Seit 2002 besteht ein bilaterales Abkommen zum Schutz und zur Förderung von Investitionen. Ein schwaches Wirtschaftswachstum und hohe Haushaltsdefizite sowie eine Staatsverschuldung von 157% belasten die Volkswirtschaft.

Weitere Kooperations- und Handelsabkommen gibt es im Rahmen der Vereinbarungen zwischen der Europäischen Union und den AKP (Afrika, Karibik, Pazifik)-Staaten beziehungsweise zwischen der EU und CARIFORUM (CARICOM-Mitgliedsstaaten plus Dominikanische Republik). Als das wirtschaftlich am engsten mit Europa verflochtene Land der Karibik verfolgt Barbados mit besonderer Aufmerksamkeit die weitere Entwicklung der Handelsbeziehungen zur EU vor dem Hintergrund der bevorstehenden Unterzeichnung des neuen Partnerschaftsabkommens der EU mit den Staaten Afrikas, des Pazifiks und der Karibik („Post-Cotonou-Abkommen“).

In der Entwicklungszusammenarbeit ist Barbados mit Deutschland mittelbar über Vereinbarungen zwischen Deutschland und der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) verbunden, in deren Rahmen in den Bereichen nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Förderung erneuerbarer Energien sowie Anpassung an den Klimawandel zusammengearbeitet wird. Deutsche Institutionen (GIZ, PTB, CIM) arbeiten mit den in Barbados ansässigen Institutionen CDB (Caribbean Development Bank), CROSQ (CARICOM Regional Organisation for Standards and Quality), CEDA (Caribbean Export Development Agency) und CCREEE (Caribbean Centre for Renewable Energy and Energy Efficiency) zusammen.

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